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Assmann: Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur. Pb

  • Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur.
  • Jan Assmann. 6. Aufl.. 2007. 349 S. m. Abb. 19 cm. Kartoniert.
Die Geschichte der Moses-Figur: Vom Stifter der monotheistischen Religion über die mittelalterliche Verkörperung ursprünglicher Weisheit zur Lichtgestalt der Aufklärer und zum ägyptischen Würdenträger, der - nach der Version Sigmund Freuds - einem Vatermord" zum Opfer fällt.

Gott sei ihm im brennenden Dornbusch erschienen und habe ihm befohlen, das Volk Israel aus Ägypten zu führen; auf dem Berg Sinai erhielt er die Zehn Gebote und wurde so zum Begründer der ersten monotheistischen Religion: So erzählt die Bibel von Moses. In Sigmund Freuds Der Mann Moses lesen wir es anders: Moses, der hohe ägyptische Würdenträger und Anhänger der Sonnenreligion Echnatons habe sich mit den Jahwe-Anhängern verbündet und sei mit ihnen aus Ägypten geflohen. Dochdann hätten sich die Israeliten gegen sein Regiment erhoben und ihn ermordet. Dieser "Vatermord" sei es gewesen, der die Wunschphantasie vom dereinst wiederkehrenden Messias hervorgebracht hätte. Zwei Geschichten an den entgegengesetzten Enden einer langen Tradition der Auseinandersetzungen mit der Moses-Figur.
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